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Freitag, 20. Oktober 2017

In seinem Interview mit der Allgemeinen Zeitung zur Premiere seines neuen Kabarettprogramms argumentiert Lars Reichow für die geplante Erweiterung des Gutenberg-Museums:

„Der Turm ist die Fackel“

GUTENBERG-MUSEUM Kabarettist Lars Reichow zur Kontroverse um die Erweiterung des Hauses / Plädoyer für Siegerentwurf

MAINZ . Ka­bar­et­tist Lars Rei­chow ist ei­ner der Ini­ti­ato­ren für die Mo­der­ni­sie­rung des Gu­ten­berg-Mu­se­ums. Vor der Pre­mie­re sei­nes neu­en Pro­gramms „Lust“ spricht er über die ak­tu­el­len Ent­wi­cklun­gen.

Herr Rei­chow, am Frei­tag, 19.30 Uhr, fei­ert ihr neu­es Pro­gramm im Gro­ßen Haus des Staats­thea­ters Pre­mie­re. Steigt der Adre­na­lin­pe­gel?

Der Adre­na­lin-Spiegel ist schon auf An­schlag, zu­sätz­lich neh­me ich noch Tes­tos­te­ron und Zink-Ta­blet­ten. Die Vor­pre­mie­ren wa­ren sehr wich­tig, aber mei­ne in­ne­re Uhr, die Bom­be tickt in Rich­tung Frei­tag. Ich kann heu­te sa­gen, dass ich mein Ver­spre­chen ein­hal­ten kann: Es wird ein lus­ti­ger und lust­vol­ler Abend. Viel­leicht geht auch et­was schief, aber so ist das eben beim er­sten Mal.

Mit Ih­rer AZ-Ko­lum­ne „We­ckruf“ ha­ben Sie die Er­neue­rung des Gu­ten­berg-Mu­se­ums mit ins Rol­len ge­bracht. Jetzt for­miert sich mas­si­ver Wi­ders­tand ge­gen den Sie­ger­ent­wurf des Wett­be­werbs, ins­be­son­de­re den ge­plan­ten Bi­bel­turm. Was läuft schief?

Mein er­ster We­ckruf in Sa­chen Gu­ten­berg geht zu­rück auf das Jahr 2012! Das ist lei­der schon fünf Jah­re her. Dann gab es das gro­ße Be­ne­fiz-Kon­zert in der Rhein­gold­hal­le mit Sven Hie­ro­ny­mus und To­bi­as Mann. An die­sem Abend ha­be ich ein weit­hin sicht­ba­res Zei­chen für das Mu­se­um ge­for­dert. Das ge­sam­mel­te Geld wur­de für den Ar­chi­tek­ten-Wett­be­werb ver­wen­det. Der Sie­ger des Wett­be­werbs hat un­ter an­de­rem den „Bi­bel­turm“ ent­wor­fen. Ich fin­de, dass der Turm ei­ne sehr gu­te Lö­sung ist für ein Mu­se­um, das im­mer noch längst nicht die An­er­ken­nung ge­nießt, die es ver­dient hat. Die Sie­ger­ent­wür­fe wur­den lang und breit dis­ku­tiert und die Um­set­zung schließ­lich nach sorg­fäl­ti­ger Be­ra­tung im Stadt­rat be­schlos­sen. Es gibt vie­le gu­te, sach­li­che Grün­de, den Turm zu bau­en. Die Hys­te­rie, die jetzt aus­ge­bro­chen ist, kann ich in keins­ter Wei­se nach­voll­zie­hen.

Die BI kri­ti­siert un­ter an­de­rem, dass das Pro­jekt nicht durch ei­nen ein­deu­ti­gen Stadt­rats­be­schluss ab­ge­seg­net wur­de.

Ich hal­te nichts von die­sen Spitz­fin­dig­kei­ten, die nur da­zu die­nen, den Pro­zess zu brem­sen oder auf­zu­hal­ten. Wo war die BI, als die Ide­en ent­wi­ckelt wur­den? Wo wa­ren die Un­ter­schrif­ten­samm­ler, als wir nach­ge­dacht ha­ben über die Zu­kunft von Mainz? Viel­leicht ist das ei­ne Be­rufs­krank­heit von mir, aber ich bin lie­ber zu­sam­men mit Men­schen, die nach vor­ne den­ken, die ei­ne Vi­si­on ha­ben und die ei­nen Plan ver­wirk­li­chen wol­len und kön­nen.

Soll­te man auf den Turm ver­zich­ten und statt­des­sen das Geld so­fort in die Sa­nie­rung des Schell­baus ste­cken?

Nein. Der Turm ist die Fa­ckel, die bren­nen muss, um die Be­geis­te­rung hoch­zu­hal­ten, die vie­le neue Freun­de und För­de­rer des Mu­se­ums an­lo­cken soll. Der Bi­bel­turm ist ei­ne le­bens­wich­ti­ge Mar­ke­ting-Maß­nah­me für al­le an­de­ren Ge­bäu­de, er ist die Re­fe­renz!

Ist das his­to­ri­sche Um­feld des Mu­se­ums zu be­grenzt für ge­wag­te ar­chi­tek­to­ni­sche Ent­wür­fe?

Nein. Es gibt vie­le Bei­spie­le da­für, dass ein his­to­ri­sches Um­feld sol­che Ein­grif­fe aus­ge­spro­chen gut ver­kraf­tet. Die Ober­flä­che des Turms ist so ge­stal­tet, dass sie sich her­vor­ra­gend ins Stadt­bild ein­fü­gen wird. Ty­pisch für Mainz: Nur weil ein un­ge­stal­te­ter, schmuck­lo­ser Raum in die Ge­wohn­hei­ten über­nom­men wur­de, ge­hört er noch nicht zum Welt­kul­tur­er­be.

Se­hen Sie die Ge­fahr, dass sich das gan­ze Pro­jekt zer­schlägt und man wie­der von vor­ne an­fan­gen muss?

In die­sem Fall wer­de ich mit mei­ner Fa­mi­lie die Stadt ver­las­sen und nach Lör­zwei­ler zie­hen. Aber im Ernst: Es wür­de das En­ga­ge­ment vie­ler Main­zer be­lei­di­gen. Für mich per­sön­lich wä­re es äu­ßerst frus­trie­rend, und für das Ima­ge des Mu­se­ums wä­re es ver­hee­rend!

Was sind ih­re per­sön­li­chen Vi­sio­nen für ein Mu­se­um der Zu­kunft?

Ich träu­me von ei­nem welt­be­rühmt­en Mu­se­um, das al­lein durch sei­ne Ar­chi­tek­tur je­des Jahr Mil­lio­nen von Tou­ris­ten an­lockt. Ich träu­me von ei­nem hoch­wer­ti­gen Mu­se­um, das die Ge­schich­te Gu­ten­bergs, sei­ne sen­sa­tio­nel­le Er­fin­dung an­ge­mes­sen, greif­bar und in­ter­ak­tiv dar­stellt. Ich träu­me von ei­nem Mu­se­um, das sich mit ei­ner dann viel grö­ße­ren Aus­stel­lungs­flä­che mit den Kon­se­quen­zen des ana­lo­gen Drucks be­schäf­tigt: mit der Di­gi­ta­li­sie­rung! Ich träu­me von ei­nem Gu­ten­berg-Mul­ti­me­dia-Mu­se­um, ei­ner Ver­net­zung von Mainz mit Gu­ten­berg, Buch­druck, Mu­se­um, Kir­che, Li­te­ra­tur, ZDF. Es liegt al­les vor der Tür, wir müs­sen nichts da­zu er­fin­den, wir müs­sen nur zu­pa­cken! Ich bin ein Gu­ten­ber­ger!!!

Das In­ter­view führ­te Mi­cha­el Ja­cobs.

 

 

 

Dienstag, 19. September 2017

Unser Vorstandsvorsitzender, Professor Dr. Dr. Andreas Barner, spricht im Interview  mit der Allgemeinen Zeitung über die Stiftung, das Gutenberg-Museum und den Bibelturm:

„Am Ende ist der Turm eine Frage des Geschmacks – das wird es immer geben“, sagt Barner.
Ihn hat der Entwurf überzeugt. Sowohl architektonisch, als auch inhaltlich. „Der Entwurf beeindruckt mich. Allein die Idee dieser bronzenen Außenhaut aus Lettern finde ich faszinierend“, sagt Barner. Dass der Turm das berühmteste Ausstellungsstück des Museums, die Gutenberg-Bibel, beherbergen soll, überzeugt ihn: „In den meisten Museen gibt es nur wenige Stücke, die die Besucher unbedingt sehen wollen, wenn sie vielleicht nur eine Stunde Zeit haben. Im Gutenberg-Museum ist es die Bibel. Wenn wir es jetzt schaffen, dafür mit dem Turm ein Wahrzeichen zu schaffen, bekommt die Bibel die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Wir brauchen ein klares Zeichen“, ist Barner überzeugt.

 

 

Dienstag, 19. September 2017

Mainzer Bürger machen sich stark für den Bibelturm. Sie versammeln sich jeden dritten Dienstag im Monat vor dem Gutenberg-Museum um ihre Unterstützung für den Turm zu signalisieren.

Der Turm mit seiner bronzenen Außenhaut aus Lettern wird die neue Schatzkammer für die wertvollsten Ausstellungsstücke des Museums: Die Gutenberg-Bibeln. Zugleich wird er neues Wahrzeichen, Aushängeschild, Logo für das Weltmuseum der Druckkunst.

 

 

Samstag, 26. August 2017

Die Stadt informiert mit einem Infostand vor dem Gutenberg-Museum über die Um- und Neubaupläne für das Museum. Es wird viel diskutiert, zugehört, überzeugt, u.a. mit Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse, Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig sowie Professor Dr. Dr. Andreas Barner und Eckart Helfferich von der Gutenberg Stiftung.

Der geplante Bibelturm ist viel diskutiert. Monsignore Klaus Mayer hat eine Liste von Argumenten für den Turm zusammengestellt.

 

Dienstag, 15. August 2017

Wieder versammeln sich Mainzer Bürgerinnen und Bürger vor dem Gutenberg-Museum um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass sie für den Bau des Bibelturms und die Erweiterung des Museums aktiv sind. Trotz Urlaubszeit und schlechtem Wetter kommen über 50 Personen. Wir hoffen auf eine wachsende Zahl an Unterstützern. Fototermin ist immer der dritte Dienstag im Monat.

Donnerstag, 3. August 2017

Die spinnen, die Meenzer! … ab sofort mit einem echt meenzerischen Fidget Spinner: In der Mein Mainz Edition ist ein Fidget Spinner mit Mainzer Rad-Motivik erschienen, der Aufdruck „Mein Mainz spinnt“ rundet das Design ab.

Dienstag, 1. August 2017

Der bekannte Musikverleger Dr. Peter Hanser-Strecker bat zu seinem 75. Geburtstag um Spenden für die Gutenberg Stiftung. Statt Porzellanpapageien und anderer typischer Geschenke für Jubilare kamen auf diese Weise – nach Aufrundung durch den Jubilar selbst – € 17.575,75 für das Gutenberg-Museum zusammen, ein gewichtiger und dringend benötigter Baustein auf dem Weg zum "Gutenberg-Museum der Zukunft".

Das Engagement für eine gute Sache und die Feier eines wichtigen Jubiläums bilden eine wunderbare Symbiose. Das Beispiel Dr. Peter Hanser-Streckers wird von der Gutenberg Stiftung zur Nachahmung empfohlen!

Dienstag, 18. Juli 2017

Die Bürgerinitiative "Mainz für Gutenberg" setzt mit einer Blitzdemo ein Zeichen: für die geplanten Renovierungen am Gutenberg-Museum und für den Bibelturm. Die Initiative wirbt für das umstrittene Bauwerk, das künftig weithin sichtbares Markenzeichen unseres Museums werden soll.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Neu in unserer Mein Mainz Edition: Mode und Geschenke für kleene Meenzer

Samstag, 1. April 2017

Die Gutenberg Stiftung bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden und einen neuen Schatzmeister.

Wir begrüßen herzlich Professor Dr. Dr. Andreas Barner und Ralf Hauck an unserer Spitze!

Dienstag, 22. März 2017

Endlich ist sie da: Die Gutenberg-Bibel (Shuckburgh-Exemplar), das berühmteste Buch der Welt, zum "Selberhaben" - als Miniaturbuch in einer zweibändigen Komplettausgabe mit Goldprägung, Goldschnitt und Schuber, ein echtes Schmuckstück zum Schenken und Sammeln.

Donnerstag, 3. November 2016

Unser neuer Webshop ist da!

Als spontanes Weihnachtsgeschenk der Kreativagentur media machine anlässlich des Benefiz-Konzertes mit Lars Reichow, Tobias Mann und Sven Hieronymus  im Dezember 2012 entsteht in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Designer, Fotografen, Texter, Übersetzer und Fördervereins-Mitarbeiter bis Sommer 2016 der neue Gutenberg-Webshop.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Außergewöhnlich, stylish und lehrreich!

Unser neues MEMO-G zeigt 12 großartige Schriften der letzten 600 Jahre. Ein Spiel zur Schriftsensibilisierung für Große und Kleine. Ein must have und ideales Geschenk für Typographen.

Entworfen von Stefan Matlik für das Gutenberg-Museum, 2016.

Jetzt im Online-Shop erhältlich!

Mittwoch, 06. Juli 2016

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse übergibt zusammen mit Oberbürgermeister Michael Ebling und der Direktorin des Gutenberg-Museums, Dr. Annette Ludwig, den Architektenvertrag für die Modernisierung des Gutenberg-Museums an Herrn Stephen Kausch, Geschäftsführer der DFZ Architekten GmbH, Hamburg. Ein großer Schritt ist getan.

Mehr Informationen unter:
Allgemeine Zeitung, 05. Juli 2016

Und unter:
Allgemeine Zeitung, 24. Juni 2016