Aktuelles

19. September 2018

Mit großer Freude und Begeisterung haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gutenberg Stiftung und der Freundeskreis Gutenberg die Ausstellung „Ohne Zweifel Gutenberg?“ bei einem Preview einen Tag vor Ausstellungseröffnung besichtigt. Geführt wurden sie von Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig und Kurator Dr. Claus Maywald.

Die Jubiläumsausstellung anlässlich des 550. Todestages des größten Mainzers, Johannes Gutenberg, beeindruckt dadurch, dass sie sowohl eine temporäre Ausstellung ist, als auch eine nachhaltige Verbesserung der Dauerausstellung des Gutenberg-Museums darstellt. Die Ausstellung erlaubt eine historische Würdigung der Entstehung des Druckens in Ost und West als voneinander unabhängige Parallelentwicklungen. Technische Details der asiatischen und europäischen Druckverfahren werden einander gegenübergestellt und wie so oft ermöglicht der Blick auf das Fremde einen neuen Blick auf das Eigene.

Die nachhaltige Herangehensweise des Museums begrüßt die Stiftung ausdrücklich. Die Gutenberg Stiftung konnte die Ausstellung mit einer umfangreichen Förderung, so wurden 85.000 Euro bereitgestellt, maßgeblich mit ermöglichen. Die Gutenberg Stiftung freut sich, mit dieser Förderung einen weiteren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gutenberg-Museums leisten zu können.

Die Fördersumme wurde aus den Erlösen und Spenden aus den Gutenberg-Shops und damit durch die ehrenamtliche Arbeit Mainzer Bürgerinnen und Bürger sowie durch substantielle freie Spenden zusammengetragen.

Wir wünschen der Ausstellung den Erfolg, den sie dank der qualitätsvollen Neupräsentation grundlegender Sammlungsinhalte und der beeindruckenden Darstellung der historischen Entwicklung des Druckens in Europa und in Ostasien verdient.

15. August 2018

Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Gutenberg Stiftung und der Gutenberg-Shops, erstmals gemeinsam mit Mitgliedern und Gästen der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, sind zur Exkursion nach Göttingen aufgebrochen.


Der Morgen begann mit gutem Wetter und frischen Brezeln im Reisebus. Die Fahrt wurde durch Herrn Professor Füssel mit interessanten und lehrreichen Infos rund um Gutenberg sowie die ausgestellte Göttinger Gutenberg-Bibel bereichert. Nach einer reibungslosen Hinfahrt und Ankunft in Göttingen begaben wir uns auf den kurzen Weg zum Ausstellungsgebäude, der Paulinerkirche. Diese hat in der Geschichte zwar einige Höhen und Tiefen erlebt, sich aber dennoch ihr historisches Flair erhalten und ihren Zweck als Bibliotheksgebäude und Ausstellungsort verdient.

Im abgedunkelten Chor der Kirche wurde uns dann die, nur noch bis 7. Oktober ausgestellte, Göttinger Gutenberg-Bibel näher vorgestellt, die seit 2001 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ ist. Dr. Johannes Mangei, Leiter der Abteilung Spezialsammlungen und Bestandserhaltung der SUB Göttingen, lieferte uns zahlreiche Informationen rund um die Rolle Gutenbergs sowie die Illuminations- und Entstehungsgeschichte der Bibel. Daneben konnten wir auch das rätselhafte Catholicon bewundern, um dessen Entstehungsjahr, -ort und Drucker sich noch immer Rätsel ranken. Nach der beeindruckenden Führung zu Gutenberg konnten wir ein weiteres Glanzstück im historischen Gebäude der Paulinerkirche besichtigen: den Heyne-Saal, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und als einer der schönsten Bibliothekssäle Deutschlands gilt – zu Recht!

Von all den wunderbaren, seltenen Sehenswürdigkeiten beeindruckt, ging es weiter zu einem netten Essen in der Altstadt, dem eine knappe, aber prägnante Stadtführung folgte. Dabei konnten wir die reichlich bemalte Halle des alten Rathauses bestaunen, erfuhren charmante Details über den Gänseliesel-Brunnen und die Entstehungsgeschichte der Universitätsstadt. Nach diesen abwechslungsreichen Eindrücken und Informationen rund um Göttingen und vor allem über Gutenberg wollten wir eigentlich so unbehelligt wie auf der Hinfahrt die Rückreise bestreiten. Die Totalsperrung der Autobahn bescherte uns stattdessen eine ausgedehnte Spritztour durch die hessische Ländlichkeit, die letzten Endes doch noch in Mainz endete.

Bilder: © Markus Kohz

18. Juli 2018

Gutenberg-Plakette für Günter Minas und Christiane Schauder

Die Gutenberg-Plakette ist die höchste kulturelle Auszeichnung der Stadt Mainz. Am Mittwoch, dem 18. Juli, wurde sie Günter Minas und Christiane Schauder verliehen. Das Mainzer Künstler-Ehepaar ist in der Szene fest etabliert: Aktionen wie zum Beispiel die erfolgreiche Biennale "…3x klingeln!", die regelmäßig in den Privaträumen der Künstler stattfindet, Crossover-Projekte wie "Sommernacht Jazz" mit Minas, oder zahlreiche Ausstellungen und Installationen von Schauder haben die Kulturszene der Stadt maßgeblich bereichert. Die Ehrung erfolgte durch OB Michael Ebling für "besondere Verdienste für die Stadt Mainz".

Trotz tropischer Temperaturen im Mainzer Rathaus, erfreuten sich die vielen Gäste an der Feierlichkeit mit geistreichen Reden des Bürgermeisters, der Kulturdezernentin und der Ehrengäste, exzellenten Jazz-Intermezzos von Bassist Vitold Rek sowie dem abschließenden Umtrunk.

Christiane Schauder und Minas setzen sich seit langem tatkräftig für das Gutenberg-Museum ein.

In dem Sinne: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

6. Juni 2018

Die letzten Monate haben gezeigt, dass die Zeit reif ist für eine neue, von einer breiten Bevölkerung  getragene Bewegung für das Gutenberg-Museum. Wir haben erleben dürfen, wie unglaublich hoch der Einsatz vieler Mainzerinnen und Mainzer für ihr Museum war und dass sie auch in Zukunft Großes zu leisten bereit sind. Diese Kräfte wollen wir im Freundeskreis Gutenberg bündeln und für das Museum nutzbar machen.

Ziel des Freundeskreises - wie auch der Gutenberg Stiftung - ist die Bewahrung und Förderung von Gutenbergs Erbe sowie der Einsatz für ein neues, wirklich zeitgemäßes Gutenberg-Museum.

22. Mai 2018

Die Gutenberg-Skulpturen von Ottmar Hörl sind da!

Die Stadt Eltville am Rhein präsentiert im Gutenbergjahr 2018 eine neue Skulpturen-Installation des renommierten Konzeptkünstlers Ottmar Hörl. Die Installation mit über 150 seriellen Skulpturen ist dort vom 18. August bis zum 23. September für fünf Wochen im Rosengarten der Kurfürstlichen Burg zu sehen.

Die Gutenberg-Skulpturen sind aber auch ab sofort in unseren Gutenberg-Shops zu besichtigen und zu subskribieren. Jeder Subskribent eines kleinen Gutenbergs wird automatisch Teil der Installation und sichert sich seine Skulptur außerdem zu einem vergünstigten Preis. Sobald die Ausstellung beendet wurde, kann man sich seinen Gutenberg entweder bequem per Post schicken lassen oder ihn selbst zusammen mit einer gekühlten Flasche Sekt aus Eltville abholen.

17. Mai 2018

Das berühmteste Buch der Welt ist als hochwertiger Nachdruck erschienen!

Die Gutenberg-Bibel der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen gilt als eines
der schönsten erhaltenen Exemplare des ersten gedruckten Buches weltweit. Die vollständige Pergamentausgabe ist eine bibliophile und ästhetische Kostbarkeit ersten Ranges und seit 2002 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes.

Die Göttinger Gutenberg-Bibel erscheint jetzt als wunderschöner, vom Taschen-Verlag produzierter Nachdruck, herausgegeben von Herrn Prof. Dr. Füssel. Die zwei Bände der Bibel werden ergänzt durch ein Begleitheft, das sich eingehend mit Gutenberg und seiner sich rasant in ganz Europa verbreitenden technischen Innovation beschäftigt.

Kaufen können Sie den wunderschönen Nachdruck selbstverständlich bei uns in den Gutenberg-Shops und auf unserer Website, aber auch im Buchhandel selbst.

Frühjahr 2018

2018 ist Gutenbergjahr - denn vor 550 Jahren, im Frühjahr 1468, starb Johannes Gutenberg, Erfinder und Medienrevolutionär. Anlässlich dieses Jubiläums erscheinen - lang erwartet - einige neue Buchtitel zum "Mann des Jahrtausends", darunter eine Graphic Novel, ein Kinderbuch mit Illustrationen von Klaus Ensikat, das Miniaturbuch "Gutenberg und seine berühmtesten Nachfolger" und eine sehr gute neue Biografie von Maren Gottschalk. Der Gutenberg-Shop hat dazu eine Reihe so schöner wie nützlicher Jubiläumsprodukte erdacht, vom Stoffbeutel bis zur Wackelkarte - für ein bisschen mehr Gutenberg im Alltag.

Sonntag, 15. April

Die Gutenberg Stiftung bedauert, dass die Mehrheit der stimmberechtigten Mainzer Bürgerinnen und Bürger die Erweiterung des Gutenberg-Museums durch den Bibelturm abgelehnt hat. „Aus Sicht der Stiftung“, so ihr Vorsitzender Andreas Barner, „ist eine große Chance vertan worden. Seit langer Zeit gab es das erste Mal ein schlüssiges Konzept, das dem Gutenberg-Museum erlaubt hätte, dem Anspruch ‚Weltmuseum der Druckkunst‘ zu sein gerecht zu werden. Diese Umsetzung und Weiterentwicklung des Museums ist nun auf absehbare Zeit unmöglich geworden und somit ist der Schaden für das Museum aber auch die Stadt Mainz leider groß.“

 Aus Sicht der Gutenberg Stiftung ist es nun an der Stadt - nach einer adäquaten Pause, um allen Zeit zum Nachdenken zu geben -  Gegner und Befürworter und andere an Kultur und insbesondere dem Gutenberg-Museum Interessierte zu einem Gesprächsprozess einzuladen, um Wege der Weiterentwicklung des Museums gemeinsam zu erörtern. Die Gutenberg Stiftung ist bereit, an einem solchen Prozess konstruktiv mitzuwirken.

 Die Gutenberg Stiftung ist nach wie vor davon überzeugt, dass nur ein von Stadt, Land, Bund und Mainzer Bürgerinnen und Bürgern getragenes Museum diesem eine adäquate Zukunft garantieren kann.

Freitag, 13. und Samstag, 14. April
Freitag, 6. und Samstag, 7. April
Freitag, 30. und Samstag, 31. März

An den Freitagen und Samstagen vor dem Bürgerentscheid informiert die Gutenberg Stiftung zusammen mit der Bürgerinitiative "Mainz für Gutenberg" an Infoständen über die geplante Erweiterung des Gutenberg-Museums - hier im historischen Kostüm. Bei bisher fast immer schönstem Sonnenschein gibt es viele gute Gespräche. Kommen Sie dazu und diskutieren Sie mit! Am 14. April stehen wir auf dem Leichhof.

gutenberg@eltville

Dienstag, 27. Februar 2018

Nicht nur Mainz feiert den 550. Todestag Johannes Gutebergs! Zwischen Februar und Oktober begeht Eltville das Gutenbergjahr 2018. Das vielfältige Programm für alle Gutenberger beinhaltet unter anderem Druckvorführungen, eine Open-Air Leselounge oder ein Linol-Druck-Worshop für Kinder.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bürgerinitiative "Freundeskreis Mainz für Gutenberg"

Donnerstag, 8. Februar 2018

Anlässlich der entscheidenden Ratssitzung am 7. Februar traf sich die Bürgerinitiative "Freundeskreis Mainz für Gutenberg" vor dem Mainzer Rathaus, um für die Realisierung des gesamten Konzeptes samt Bibelturm zu demonstrieren.

Informieren Sie sich auf der Seite der Bürgerinitiative "Freundeskreis Mainz für Gutenberg" über die geplanten Umbaumaßnahmen am Gutenberg-Museum!

Die T-Shirts für Unterstützer sind in unseren Gutenberg-Shops zu einem Unkostenbeitrag von 10€ (Spendenanteil 5€) erhältlich. Daneben finden Sie dort die Buttons Ja zum Bibelturm.

Bürgerentscheid zum Bibelturm am 15. April 2018

Dienstag, 30. Januar 2018

Der erste Mainzer Bürgerentscheid wird am 15. April 2018 stattfinden. Entschieden wird dann über die Umsetzung des 1. Bauabschnitts, besser bekannt als Bibelturm. 
Die Fragestellung wird lauten:
„Soll das Gutenberg-Museum durch den Bau des „Bibelturms“ am Liebfrauenplatz gemäß Beschluss des Stadtrates vom 08.02.2017 erweitert werden?“

Weitere Informationen zum Bürgerentscheid finden Sie auf der Homepage der Mainzer Stadtverwaltung.

Museum der Zukunft

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Unser jahrzehntelanges Engagement gilt dem Erbe Johannes Gutenbergs und dem Museum der Zukunft. Wir sagen JA zum 1. Bauabschnitt dem sogenannten »Bibelturm«, weil:

  • Der Siegerentwurf gute zeitgenössische Architektur darstellt
  • Das Gebäude ein gelungenes Ensemble mit dem »Römischen Kaiser« bildet
  • Die Planung alle demokratischen Prozesse eines europaweiten Architekturwettbewerbs durchlaufen hat und als Sieger hervorgegangen ist
  • Die Finanzierung des 1. Bauabschnittes gesichert ist
  • Der »Bibelturm« das Potenzial hat, ein Wahrzeichen der Stadt Mainz zu werden und viele Mainzer das auch so sehen
  • 450m2 zusätzliche Ausstellungsfläche für das Gutenberg-Museum entstehen
  • Bedeutende Exponate u.a. die Gutenberg-Bibeln eine außergewöhnliche und überzeugende Architektur verdienen und den Besuchern gut zugänglich gemacht werden müssen
  • Das Gutenberg-Museum während der ganzen Bauphase geöffnet bleiben kann
  • Das Gutenberg-Museum als Besuchermagnet ein relevanter Faktor in Tourismus und Wirtschaft der Stadt Mainz bleiben muß
  • Weil parallel zum 1. Bauabschnitt auch der Liebfrauenplatz neu, schöner und bürgerfreundlicher gestaltet wird

Mailen, posten, twittern oder schreiben Sie uns.

Ihre Meinung interessiert uns.

Freitag, 20. Oktober 2017

In seinem Interview mit der Allgemeinen Zeitung zur Premiere seines neuen Kabarettprogramms argumentiert Lars Reichow für die geplante Erweiterung des Gutenberg-Museums:

„Der Turm ist die Fackel“

GUTENBERG-MUSEUM Kabarettist Lars Reichow zur Kontroverse um die Erweiterung des Hauses / Plädoyer für Siegerentwurf

MAINZ . Ka­bar­et­tist Lars Rei­chow ist ei­ner der Ini­ti­ato­ren für die Mo­der­ni­sie­rung des Gu­ten­berg-Mu­se­ums. Vor der Pre­mie­re sei­nes neu­en Pro­gramms „Lust“ spricht er über die ak­tu­el­len Ent­wi­cklun­gen.

Herr Rei­chow, am Frei­tag, 19.30 Uhr, fei­ert ihr neu­es Pro­gramm im Gro­ßen Haus des Staats­thea­ters Pre­mie­re. Steigt der Adre­na­lin­pe­gel?

Der Adre­na­lin-Spiegel ist schon auf An­schlag, zu­sätz­lich neh­me ich noch Tes­tos­te­ron und Zink-Ta­blet­ten. Die Vor­pre­mie­ren wa­ren sehr wich­tig, aber mei­ne in­ne­re Uhr, die Bom­be tickt in Rich­tung Frei­tag. Ich kann heu­te sa­gen, dass ich mein Ver­spre­chen ein­hal­ten kann: Es wird ein lus­ti­ger und lust­vol­ler Abend. Viel­leicht geht auch et­was schief, aber so ist das eben beim er­sten Mal.

Mit Ih­rer AZ-Ko­lum­ne „We­ckruf“ ha­ben Sie die Er­neue­rung des Gu­ten­berg-Mu­se­ums mit ins Rol­len ge­bracht. Jetzt for­miert sich mas­si­ver Wi­ders­tand ge­gen den Sie­ger­ent­wurf des Wett­be­werbs, ins­be­son­de­re den ge­plan­ten Bi­bel­turm. Was läuft schief?

Mein er­ster We­ckruf in Sa­chen Gu­ten­berg geht zu­rück auf das Jahr 2012! Das ist lei­der schon fünf Jah­re her. Dann gab es das gro­ße Be­ne­fiz-Kon­zert in der Rhein­gold­hal­le mit Sven Hie­ro­ny­mus und To­bi­as Mann. An die­sem Abend ha­be ich ein weit­hin sicht­ba­res Zei­chen für das Mu­se­um ge­for­dert. Das ge­sam­mel­te Geld wur­de für den Ar­chi­tek­ten-Wett­be­werb ver­wen­det. Der Sie­ger des Wett­be­werbs hat un­ter an­de­rem den „Bi­bel­turm“ ent­wor­fen. Ich fin­de, dass der Turm ei­ne sehr gu­te Lö­sung ist für ein Mu­se­um, das im­mer noch längst nicht die An­er­ken­nung ge­nießt, die es ver­dient hat. Die Sie­ger­ent­wür­fe wur­den lang und breit dis­ku­tiert und die Um­set­zung schließ­lich nach sorg­fäl­ti­ger Be­ra­tung im Stadt­rat be­schlos­sen. Es gibt vie­le gu­te, sach­li­che Grün­de, den Turm zu bau­en. Die Hys­te­rie, die jetzt aus­ge­bro­chen ist, kann ich in keins­ter Wei­se nach­voll­zie­hen.

Die BI kri­ti­siert un­ter an­de­rem, dass das Pro­jekt nicht durch ei­nen ein­deu­ti­gen Stadt­rats­be­schluss ab­ge­seg­net wur­de.

Ich hal­te nichts von die­sen Spitz­fin­dig­kei­ten, die nur da­zu die­nen, den Pro­zess zu brem­sen oder auf­zu­hal­ten. Wo war die BI, als die Ide­en ent­wi­ckelt wur­den? Wo wa­ren die Un­ter­schrif­ten­samm­ler, als wir nach­ge­dacht ha­ben über die Zu­kunft von Mainz? Viel­leicht ist das ei­ne Be­rufs­krank­heit von mir, aber ich bin lie­ber zu­sam­men mit Men­schen, die nach vor­ne den­ken, die ei­ne Vi­si­on ha­ben und die ei­nen Plan ver­wirk­li­chen wol­len und kön­nen.

Soll­te man auf den Turm ver­zich­ten und statt­des­sen das Geld so­fort in die Sa­nie­rung des Schell­baus ste­cken?

Nein. Der Turm ist die Fa­ckel, die bren­nen muss, um die Be­geis­te­rung hoch­zu­hal­ten, die vie­le neue Freun­de und För­de­rer des Mu­se­ums an­lo­cken soll. Der Bi­bel­turm ist ei­ne le­bens­wich­ti­ge Mar­ke­ting-Maß­nah­me für al­le an­de­ren Ge­bäu­de, er ist die Re­fe­renz!

Ist das his­to­ri­sche Um­feld des Mu­se­ums zu be­grenzt für ge­wag­te ar­chi­tek­to­ni­sche Ent­wür­fe?

Nein. Es gibt vie­le Bei­spie­le da­für, dass ein his­to­ri­sches Um­feld sol­che Ein­grif­fe aus­ge­spro­chen gut ver­kraf­tet. Die Ober­flä­che des Turms ist so ge­stal­tet, dass sie sich her­vor­ra­gend ins Stadt­bild ein­fü­gen wird. Ty­pisch für Mainz: Nur weil ein un­ge­stal­te­ter, schmuck­lo­ser Raum in die Ge­wohn­hei­ten über­nom­men wur­de, ge­hört er noch nicht zum Welt­kul­tur­er­be.

Se­hen Sie die Ge­fahr, dass sich das gan­ze Pro­jekt zer­schlägt und man wie­der von vor­ne an­fan­gen muss?

In die­sem Fall wer­de ich mit mei­ner Fa­mi­lie die Stadt ver­las­sen und nach Lör­zwei­ler zie­hen. Aber im Ernst: Es wür­de das En­ga­ge­ment vie­ler Main­zer be­lei­di­gen. Für mich per­sön­lich wä­re es äu­ßerst frus­trie­rend, und für das Ima­ge des Mu­se­ums wä­re es ver­hee­rend!

Was sind ih­re per­sön­li­chen Vi­sio­nen für ein Mu­se­um der Zu­kunft?

Ich träu­me von ei­nem welt­be­rühmt­en Mu­se­um, das al­lein durch sei­ne Ar­chi­tek­tur je­des Jahr Mil­lio­nen von Tou­ris­ten an­lockt. Ich träu­me von ei­nem hoch­wer­ti­gen Mu­se­um, das die Ge­schich­te Gu­ten­bergs, sei­ne sen­sa­tio­nel­le Er­fin­dung an­ge­mes­sen, greif­bar und in­ter­ak­tiv dar­stellt. Ich träu­me von ei­nem Mu­se­um, das sich mit ei­ner dann viel grö­ße­ren Aus­stel­lungs­flä­che mit den Kon­se­quen­zen des ana­lo­gen Drucks be­schäf­tigt: mit der Di­gi­ta­li­sie­rung! Ich träu­me von ei­nem Gu­ten­berg-Mul­ti­me­dia-Mu­se­um, ei­ner Ver­net­zung von Mainz mit Gu­ten­berg, Buch­druck, Mu­se­um, Kir­che, Li­te­ra­tur, ZDF. Es liegt al­les vor der Tür, wir müs­sen nichts da­zu er­fin­den, wir müs­sen nur zu­pa­cken! Ich bin ein Gu­ten­ber­ger!!!

Das In­ter­view führ­te Mi­cha­el Ja­cobs.

 

 

 

Dienstag, 19. September 2017

Unser Vorstandsvorsitzender, Professor Dr. Dr. Andreas Barner, spricht im Interview  mit der Allgemeinen Zeitung über die Stiftung, das Gutenberg-Museum und den Bibelturm:

„Am Ende ist der Turm eine Frage des Geschmacks – das wird es immer geben“, sagt Barner.
Ihn hat der Entwurf überzeugt. Sowohl architektonisch, als auch inhaltlich. „Der Entwurf beeindruckt mich. Allein die Idee dieser bronzenen Außenhaut aus Lettern finde ich faszinierend“, sagt Barner. Dass der Turm das berühmteste Ausstellungsstück des Museums, die Gutenberg-Bibel, beherbergen soll, überzeugt ihn: „In den meisten Museen gibt es nur wenige Stücke, die die Besucher unbedingt sehen wollen, wenn sie vielleicht nur eine Stunde Zeit haben. Im Gutenberg-Museum ist es die Bibel. Wenn wir es jetzt schaffen, dafür mit dem Turm ein Wahrzeichen zu schaffen, bekommt die Bibel die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Wir brauchen ein klares Zeichen“, ist Barner überzeugt.

 

 

Dienstag, 19. September 2017

Mainzer Bürger machen sich stark für den Bibelturm. Sie versammeln sich jeden dritten Dienstag im Monat vor dem Gutenberg-Museum um ihre Unterstützung für den Turm zu signalisieren.

Der Turm mit seiner bronzenen Außenhaut aus Lettern wird die neue Schatzkammer für die wertvollsten Ausstellungsstücke des Museums: Die Gutenberg-Bibeln. Zugleich wird er neues Wahrzeichen, Aushängeschild, Logo für das Weltmuseum der Druckkunst.

 

 

Samstag, 26. August 2017

Die Stadt informiert mit einem Infostand vor dem Gutenberg-Museum über die Um- und Neubaupläne für das Museum. Es wird viel diskutiert, zugehört, überzeugt, u.a. mit Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse, Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig sowie Professor Dr. Dr. Andreas Barner und Eckart Helfferich von der Gutenberg Stiftung.

Der geplante Bibelturm ist viel diskutiert. Monsignore Klaus Mayer hat eine Liste von Argumenten für den Turm zusammengestellt.

 

Dienstag, 15. August 2017

Wieder versammeln sich Mainzer Bürgerinnen und Bürger vor dem Gutenberg-Museum um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass sie für den Bau des Bibelturms und die Erweiterung des Museums aktiv sind. Trotz Urlaubszeit und schlechtem Wetter kommen über 50 Personen. Wir hoffen auf eine wachsende Zahl an Unterstützern. Fototermin ist immer der dritte Dienstag im Monat.

Donnerstag, 3. August 2017

Die spinnen, die Meenzer! … ab sofort mit einem echt meenzerischen Fidget Spinner: In der Mein Mainz Edition ist ein Fidget Spinner mit Mainzer Rad-Motivik erschienen, der Aufdruck „Mein Mainz spinnt“ rundet das Design ab.

Dienstag, 1. August 2017

Der bekannte Musikverleger Dr. Peter Hanser-Strecker bat zu seinem 75. Geburtstag um Spenden für die Gutenberg Stiftung. Statt Porzellanpapageien und anderer typischer Geschenke für Jubilare kamen auf diese Weise – nach Aufrundung durch den Jubilar selbst – € 17.575,75 für das Gutenberg-Museum zusammen, ein gewichtiger und dringend benötigter Baustein auf dem Weg zum "Gutenberg-Museum der Zukunft".

Das Engagement für eine gute Sache und die Feier eines wichtigen Jubiläums bilden eine wunderbare Symbiose. Das Beispiel Dr. Peter Hanser-Streckers wird von der Gutenberg Stiftung zur Nachahmung empfohlen!

Dienstag, 18. Juli 2017

Die Bürgerinitiative "Mainz für Gutenberg" setzt mit einer Blitzdemo ein Zeichen: für die geplanten Renovierungen am Gutenberg-Museum und für den Bibelturm. Die Initiative wirbt für das umstrittene Bauwerk, das künftig weithin sichtbares Markenzeichen unseres Museums werden soll.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Neu in unserer Mein Mainz Edition: Mode und Geschenke für kleene Meenzer

Samstag, 1. April 2017

Die Gutenberg Stiftung bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden und einen neuen Schatzmeister.

Wir begrüßen herzlich Professor Dr. Dr. Andreas Barner und Ralf Hauck an unserer Spitze!

Dienstag, 22. März 2017

Endlich ist sie da: Die Gutenberg-Bibel (Shuckburgh-Exemplar), das berühmteste Buch der Welt, zum "Selberhaben" - als Miniaturbuch in einer zweibändigen Komplettausgabe mit Goldprägung, Goldschnitt und Schuber, ein echtes Schmuckstück zum Schenken und Sammeln.

Donnerstag, 3. November 2016

Unser neuer Webshop ist da!

Als spontanes Weihnachtsgeschenk der Kreativagentur media machine anlässlich des Benefiz-Konzertes mit Lars Reichow, Tobias Mann und Sven Hieronymus  im Dezember 2012 entsteht in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Designer, Fotografen, Texter, Übersetzer und Fördervereins-Mitarbeiter bis Sommer 2016 der neue Gutenberg-Webshop.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Außergewöhnlich, stylish und lehrreich!

Unser neues MEMO-G zeigt 12 großartige Schriften der letzten 600 Jahre. Ein Spiel zur Schriftsensibilisierung für Große und Kleine. Ein must have und ideales Geschenk für Typographen.

Entworfen von Stefan Matlik für das Gutenberg-Museum, 2016.

Jetzt im Online-Shop erhältlich!

Mittwoch, 06. Juli 2016

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse übergibt zusammen mit Oberbürgermeister Michael Ebling und der Direktorin des Gutenberg-Museums, Dr. Annette Ludwig, den Architektenvertrag für die Modernisierung des Gutenberg-Museums an Herrn Stephen Kausch, Geschäftsführer der DFZ Architekten GmbH, Hamburg. Ein großer Schritt ist getan.

Mehr Informationen unter:
Allgemeine Zeitung, 05. Juli 2016

Und unter:
Allgemeine Zeitung, 24. Juni 2016