Ein besonderer Eintrag in das Gästebuch des Gutenberg-Museums

Nach Königen, Stars und Sternchen trugen sich jetzt Freunde und Förderer des Gutenberg-Museums in das große Gästebuch ein

Seit 1962 durften sich in das Gästebuch des Gutenberg-Museums die hochrangigen Besucher der Stadt Mainz und des Gutenberg-Museums eintragen, es sind die Namen von Umberto Ecco bis zur Queen darin verzeichnet. Zuletzt hatte das belgische Königspaar bei einem Besuch im Herbst letzten Jahres seinen Eintrag gemacht.

Nach über 60 Jahren gehen die Seiten des gewichtigen Bandes jetzt zu Ende und wie Museumsdirektor Dr. Ulf Sölter letzte Woche erklärte, soll das Buch mit der Schließung des alten Museumsbaus am 19. Mai ebenfalls geschlossen werden. Mit der Öffnung des neuen Gutenberg-Museums werde auch ein neuer Band begonnen.

Ein wichtiger Eintrag fehle im Gästebuch bisher aber noch, führte Dr. Sölter bei einem Treffen des Freundeskreises Gutenberg und der Gutenberg-Gesellschaft aus. Die Menschen, die dem Museum am nächsten stünden, Freunde und Förderer, sollten nach Königen, Stars und Sternchen jetzt ebenfalls abschließend zeichnen. Stellvertretend durften die Gäste der Veranstaltung „Letzte Runde – ein Blick zurück nach vorn“ ihre Namen in das Gästebuch setzen.

Die Geschichte des Gutenberg-Museums wird seit seiner Gründung im Jahr 1900 von großem bürgerschaftlichen Engagement begleitet. Rolf Zimmer vom Freundeskreis Gutenberg dankte Dr. Sölter herzlich für die besondere Geste und die damit ausgedrückte Wertschätzung der Freunde und Förderer.

Eine exklusive Ausstellung für einen einzigen Abend 

Im Zeichen der besonderen Wertschätzung hatte der ganze Abend gestanden. Zusammen mit den Kuratorinnen Ulla Reske und Sarah Zabel hatte Dr. Sölter eigens für die Veranstaltung eine kleine Ausstellung kuratiert. Gezeigt wurden Kuriositäten und Schätze aus den Magazinen des Museums, von historischen Fotografien des Museumsgebäudes bis zu verschiedenen Gutenberg-Statuen und -Büsten. Erzählt wurden Anekdoten aus der Museumsgeschichte, verknüpft mit Ausblicken auf die Pläne für die Zukunft.

Stellvertretend für die große Schenkung von Monsignore Klaus Mayer zeigte Dr. Sölter einen wertvollen Pressendruck mit handschriftlicher Widmung von Marc Chagall. Eine kleine Auswahl an Orangenpapieren erinnerte an einen weiteren Neuzugang des Museums und erlaubte einen Ausblick auf eine Ausstellungsidee anlässlich des anstehenden Jubiläums der Städtepartnerschaft Mainz – Valencia.

Zwei Schreibmaschinen, eine für Blindenschrift und ein französisches Fabrikat aus dem Jahr 1910, symbolisierten einen neuen Schwerpunkt des Gutenberg-Museums, der auf der Technikgeschichte liegt. Die Maschine mit der Blindenschrift konnte direkt vorgeführt werden. Ein Ausblick in die Zukunft: Im neuen Gutenberg-Museum sollen auch die großen Druckmaschinen wie z.B. die Linotype zum Leben erweckt und in Betrieb gezeigt werden.

Berichtet wurde auch über das große Digitalisierungsprojekt des Gutenberg-Museums sowie die Unterbringung des Museumsteams und voraussichtlich auch der Forschungsbibliothek während des Neubaus im sogenannten Gutenberg-Carré hinter dem Schloss, vormals RGZM-Verwaltungsgebäude.

Der Abend zeigte deutlich, wie viel im Gutenberg-Museum gerade bewegt, entschieden und in die Wege geleitet wird, wie intensiv an der Zukunft des Museums im Interim und darüber hinaus gearbeitet wird. Außerdem verdeutlichte die Veranstaltung die große Wertschätzung, die Freunden und Förderern des Museums entgegengebracht wird. Dafür danken wir herzlich!

Sollten Sie noch nicht dabei sein, werden Sie jetzt GUTER FREUND oder GUTE FREUNDIN und begleiten Sie mit uns das wichtigste Museum der Region auf seinem Weg in die Zukunft!

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